home
aktuell
ziele
angebote
hintergrund
konzept
plan
kosten
mitmachen
links
kontakt
english
partner

Kleine Geschichte der Abenteuerspielplaetze

Schon in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stellte ein aufmerksamer dänischer Landschaftsarchitekt namens Christian Sørensen fest, dass sich Kinder im Schulalter lieber auf wilden Brachflächen aufhalten und ihre eigene Spielwelt konstruieren, als sich auf nett möblierten Spielplätzen aufzuhalten. Er forderte folgerichtig  die Einrichtung sogenannter Gerümpel-Spielplätze (Skramellegepladsen). Noch während des zweiten Weltkrieges richtete er 1943 den ersten Platz  in Kopenhagen ein.

Little history of adventure playgrounds

As early as the 30’s of last century an attentive Danish landscape architect named Christian Sørensen realized, that school children instaed of staying on nicely furnished playgrounds preferred wild junk yards to construct their own play world. In consistence with his discovery he demanded, that children should be supplied with what he called “junk playgrounds” (Skramellegepladsen). In 1943 while World War II was still going on, he established  the first adventure playground in Kopenhagen.

Szene vom ersten “Gerümpelspielplatz” im Kopenhagener Stadteil Emdrup (um 1944)  Scene from the first “trash playground” in Kopenhagen Emdrup district (around 1944) Quelle/Source: Diplomarbeit /thesis Spaet Henriksen 1995

Die Idee fand schnell Anklang in anderen Laendern, beispielsweise England und der Schweiz, wo schon in den 50er Jahren aehnliche Einrichtungen entstanden. In Deutschland folgte die Entwicklung mit etwas Verspaetung. Das Land war noch geprägt durch den Krieg und der Wiederaufbau in Ost und West, die Teilung des Landes dominierte alle paedagogischen und sozialen Debatten. Etwa zeitgleich wurden schließlich Ende der 60er Jahre der erste Abenteuerspielplatz in Berlin und die erste Jugendfarm in Stuttgart aufgebaut.

Nach dem Mauerfall entstanden, getragen von der dortigen Spielwagen-Szene, auch in Ostberlin und den neuen Bundeslaendern die ersten pädagogisch betreuten Spielplätze. Heute gibt es etwa 400 Einrichtungen in der Bundesrepublik und rund 1000 Projekte in ganz Europa.

Die internationale Konferenz anima 21 zur Arbeit von Abenteuerspielplaetzen, Kinderbauernhoefen und Stadtteil- farmen brachte 1999 professionelle und ehrenamtliche Mitarbeiter von Einrichtungen zusammen um sich ueber die Beitraege der Einrichtungen zur nachhaltigen Entwicklung auszutauschen. Sie hat gezeigt, dass das Interesse an der Arbeit solcher Einrichtungen europaweit - von Lissabon bis Kiew und von Oslo bis Mailand - gewachsen ist. Auch in den USA und Japan zeigen immer mehr Menschen Interesse an solchen Einrichtungen.

In diesem Jahr hat der Europaeische Dachverband der Stadtteilfarmen (EFCF) “Nachhaltige Entwicklung” als Leitprinzip der eigenen Arbeit angenommen.

The idea quickly spread to other countries like England and Switzerland, where similar projects were founded in the 50’s. Germany followed with some delay. The country was preocupied reconstructing the ruins of the war and later with the legacy of a divided country which dominated all educational and social debates. At the end of the 60’s the first adventure plaground was established in Berlin and the first youth farm in Stuttgart.

When the wall came down a wave of adventure playground and children’s farms foundations hit East Berlin and other eastern cities inspired by playleadres who had been part of the political opposition to the totalitarian system. Today about 400 projects exist in Germany and some 1000 projects all over Europe.

In 1999 the European conference anima 21 on adventure play, children’s and city farm work brought professionals and volunteers together to discuss and experience the contributions of the projects toward sustainable development. The conference showed, that all over Europe from Lisboa to Kiev and from Oslo to Milano interest in the work of these projects has increased. Also in the USA and Japan more and more people express there interest

This year the European Federation of City Farms (EFCF) adopted “sustainable development” as the leading principle of city farm work.

anima 21

Beitraege zur nachhaltigen Entwicklung

Contributions to sustainable development